Geografie

Die Fachschaft Geographie besteht aus:

OStRin Heidi Jach (Geo/Sw)

OStR Bernd Grombach (Geo/E)

StD Dieter Külsheimer (Geo/M)

StR Christian Bund (Geo/E)

Was ist Geographie?

Oder: Kann die Geographie die Welt retten?

Wörtlich übersetzt (aus dem Griechischen) bedeutet Geographie die Beschreibung (“graphie”) der Erde (“geo”); bis vor einigen Jahren, zumindest im Schulbereich, nannte man es einfach Erdkunde.

Ein Nebenfach ─ so wird es im Fächerkanon der Schulen behandelt: maximal 2 Stunden pro Woche, nur wenige bis gar keine schriftlichen Hausaufgaben, oft auch schlichtweg als Lernfach abgetan, aber immerhin vorrückungsrelevant.

Es gibt Wissenschaftler, die die Geographie als die wichtigste Wissenschaft bezeichnen, denn Geographie beschreibt das Leben auf der Erde, unser Leben, unser Zusammenleben mit anderen Menschen in einem bestimmten Raum. Und es gibt tatsächlich keine andere Wissenschaft, die das Leben auf der Erde so komplex betrachtet wie die Geographie.

Dabei bedient sich die Geographie vieler Hilfswissenschaften:

Im naturgeographischen (oder physisch-geographischen) Bereich sind dies die Klimatologie, die Geomorphologie (Oberflächenformen), die Hydrologie (alle Bereiche des Wassers), die Biogeographie (natürliche Vegetation und Tiere) und die Bodengeographie. Außerdem schnuppert die Geographie noch in Bereiche der Geologie, der Physik und Chemie, z.B. wenn es um Verwitterungsformen oder Vulkanismus geht.

Im humangeographischen (oder anthropogenen) Bereich werden alle Einflüsse des Menschen betrachtet. Als Hilfswissenschaften dienen hier die Wirtschaftsgeographie (Landwirtschaft, Industrie, Bergbau, Handel, Tourismus.....), die Siedlungsgeographie, Verkehrsgeographie, Bevölkerungsgeographie (Bildung, Religionen....), Sozialgeographie, Politische und Historische Geographie.

Die einzige, wirklich der Geographie eigene Wissenschaft ist die Topographie (Beschreibung des Orts), also das, was die meisten Menschen unter Geographie bzw. Erdkunde verstehen, nämlich “ was liegt wo”? Ein interessanter Bereich, der nicht unterschätzt werden sollte. Auch in Zeiten des Navigationssystems ist es durchaus von Nutzen, sich ein bisschen auszukennen, Orte, Regionen oder Länder einordnen zu können.

Ein weites Feld!

Es ist die Aufgabe der Geographie, alle oben genannten Bereiche für einen bestimmten Raum zusammenzufügen.

Das kann ein kleines Fleckchen auf der Erde sein oder aber auch die ganze Erde.

So kann man z.B. für Amorbach die naturgeographischen Bedingungen für Landwirtschaft und Forstwirtschaft untersuchen und u.a. feststellen, dass die klimatischen Bedingungen für Laubwald ausreichen, ebenso für den Anbau der in den Mittelbreiten üblichen landwirtschaftlichen Produkte, dass jedoch Weinbau aufgrund der nicht so milden Temperaturen wie etwa im nahegelegenen Maintal kaum rentabel sein dürfte. Ferner erkennt man, dass um Amorbach aufgrund seiner Kessellage kaum Felder vorzufinden sind, dafür jedoch ausgedehnte Wälder an den umgebenden Hängen. (Und das ist auch gut so, sonst gäbe es gewaltige Erdrutsche bei Starkregen). Auch die Bodenverhältnisse sind mit einzubeziehen sowie die Hydrologie, denn in und um Amorbach fließen einige Bäche.

Bei dieser Betrachtung wurde noch kein einziger humangeographischer Aspekt erwogen. Eine Erforschung der wirtschafts- und weiterer humangeographischen Ursachen der Entwicklung würde sich anbieten.

Wichtiger als die Erkundung der Amorbacher Verhältnisse sind jedoch die Probleme, die die ganze Welt betreffen, wie etwa der Klimawandel oder die Krisenregionen im Nahen Osten oder in Afrika.

Wer sonst außer den Geographen ist besser geeignet, alle Ursachen und Faktoren zusammenzutragen, um zu Lösungen oder zumindest zu Erklärungen zu gelangen?

Heidi Jach

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