Informatik

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Informatik ist das jüngste Fach im gymnasialen Fächerkanon in Bayern.

Durch die enormen Möglichkeiten der Verknüpfung von Daten war es Zeit, die schaffende Bevölkerung von morgen mit einer Denkweise vertraut zu machen, mit der es möglich ist, riesige Datenbestände verwalten und verknüpfen zu können.

Ein einfaches, persönliches Adressbuch ist erheblich leichter zu nutzen als ein Datenbestand eines großen Kaufhauses, insbesondere wenn viele Menschen mit unterschiedlichen Zwecken mit denselben Daten arbeiten.

Die allgemeine Datenstruktur lernen die Schüler zunächst in der Datenmodellierung (Datenbank) kennen. In der Objektorientierten Modellierung erfahren sie eine Denkstruktur, die allgemein für Problemlösungen gültig ist. Die Praxis findet ihren Höhepunkt in der Programmiersprache Java, die in den Denkansätzen behandelt wird, um zu prüfen, ob die gedankliche Modellierung in Objekten das gestellte Problem wirklich löst. Außerdem lernt man die Grenzbereich zue der eigenen Modellierung in der Praxis kennen.

Automaten sind in Java realisierbar, ebenso wie Programmierung von Handies oder Programmierung kleinerer Prozessanwendungen.

Java ist unabhängig vom Betriebssystem; es wurde aus der Stammsprache C weiterentwickelt. Bei einem späteren naturwissenschaftlichen Studium bzw. beim Maschinenbaustudium ist das Erlernen einer solchen Sprache Pflichtfach in den Anfangssemestern. Letztlich in kaufmännischen Ausbildungsberufen der gehobenen Ansprüche muss man in diesem Fach Kenntnisse haben oder sich im Schnellverfahren verschaffen.

Der Informatiker ist ein Freund des schlichten und einfachen Denkens, seine Hilfsmittel hält er stets möglichst einfach und nutzt dabei Bausteine, die ihm bereits bekannt sind.

 

Referat zur Zweigwahl NTG / SG am 28. April 2015:

Informatik am Gymnasium

Jede Schülerin und jeder Schüler erhält am Gymnasium unabhängig von der Ausbildungsrichtung Unterricht in den Basics der Computerbedienung, d.h.

- den Umgang mit einem Office-Paket für Text, Grafik, Präsentation und Email

Alle Office-Pakete sind inzwischen fast identisch in der Bedienung. Hier sind im Idealfall keine Beschaffungskosten nötig (OpenOffice, LibreOffice).

- Umgang mit Nutzen und Gefahren beim Umgang mit dem Internet und Emails.

- Sinnvoller Aufbau eines Dateisystems mit Laufwerken und Ordnern.

Darüber hinaus findet grundsätzlich im NTG-Zweig fortgeschrittener Unterricht in den Jahrgangsstufen 9 und 10 pflichtmäßig statt. Hier wird Modellbildung, also gedankliche Lösungsstrategie von verschiedenen Sichtweisen betrieben, die natürlich in der Praxis reichlich ausprobiert wird.

Darüber hinaus kann im NTG-Zweig Informatik in der Oberstufe (Jahrgangsstufen 11 und 12) fortgesetzt werden, vorausgesetzt es finden sich genügend Schüler, die sich in dieser Richtung weiterbilden lassen wollen.

Danach kann ein Abitur in Informatik in schriftlicher oder mündlicher Form abgelegt werden. Eine Abiturprüfung ist möglich, jedoch nicht verpflichtend. Die bayernweiten Abiturnotendurchschnitte in der Abiturprüfung in der Größenordnung von ca. 1,80 (!!) sagen aus, dass in den kleinen Kursen sehr intensiv unterrichtet werden kann, wobei nur selten Schülerinnen und Schüler dieses Abitur wählen, die bis dahin nicht recht erfolgreich gewesen sind.

Das Informatik-Abitur ersetzt das Abitur in einer 2. Fremdsprache oder in einer Naturwissenschaft.

Derzeit ist eine überaus begeisterte Truppe in der Q12 in Informatik unterwegs auf dem Weg zum Abitur. Ich möchte hier von einer ansteckenden Begeisterung reden, die nicht nur von „Freaks“ getragen wird, denn das Info-Abitur ist nicht überfordernd. Insbesonders ist in einer kleinen Gruppe ein überaus intensiver Unterricht gegeben.

Im Sprachlichen Zweig ist eine Weiterbildung nach der Grundausbildung in den Jahrgangsstufen 6 und 7 für diese Schüler bei entsprechender Interessenslage der Jahrgangsstufe 11  möglich. Der Unterrichtsstoff ist in etwa derjenige der 9. und 10. Jahrgangsstufe im NTG-Zweig, allerdings ist wegen der nicht vorhandenen Weiterbildung in den folgenden Gebieten der Oberstufe des NTG keine Abiturprüfung möglich.

Unabhängig vom gewählten Zweig können Schülerinnen und Schüler an einem P- oder W-Seminar teilnehmen. Hier finden sich auch geeignete Themen für die unterschiedlichen Voraussetzungen der beiden Gymnasialzweige.

In einer Zeit, in der die Medien und die Daten die Welt bestimmen (und bewegen) , ist es sicher nützlich, sich mit den Denkweisen und Möglichkeiten der eigenen Umgebung (Facebook, Internet, soziale Netzwerke, Medienplattformen, …) und deren Konsequenzen (Bewerbung, Berufsinforma-tion, …) zu beschäftigen und zu nutzen.

Fazit:

Informatik ist eine Art Faszination, vielleicht auch eine Droge, die allerdings nicht gesundheitsschädlich, manchmal sogar nützlich ist.


 

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