Prävention

bild-Suchtplakatklein 3eb8Warum Suchtprävention?

...Den nächsten Planeten bewohnte ein Säufer. Dieser Besuch war sehr kurz, aber er tauchte den kleinen Prinzen in eine tiefe Schwermut. „Was machst du da?", fragte er den Säufer, den er stumm vor einer Reihe leerer und einer Reihe voller Flaschen sitzend antraf. „Ich trinke", antwortete der Säufer mit düsterer Miene. „Warum trinkst du?", fragte der kleine Prinz. „Um zu vergessen", antwortete der Säufer. „Um was zu vergessen?", erkundigte sich der kleine Prinz, der ihn schon bedauerte. „Um zu vergessen, dass ich mich schäme", gestand der Säufer und senkte den Kopf. „Weshalb schämst du dich?", fragte der kleine Prinz, der den Wunsch hatte, ihm zu helfen. „Weil ich saufe!", endete der Säufer und verschloss sich endgültig in sein Schweigen. Und der kleine Prinz verschwand bestürzt. Die großen Leute sind entschieden sehr, sehr wunderlich, sagte er sich auf seiner Reise.

(aus: „Der kleine Prinz" von Antoine de Saint-Exupéry)

Das Gefangensein eines Menschen in seiner Sucht und auch die für ihn damit verbundenen Qualen spiegelt der Besuch des kleinen Prinzen auf dem Planeten des Säufers. Das zwanghafte Verlangen nach einer ständig sich wiederholenden Einnahme von Drogen - egal welcher Art - kennzeichnen die Bedürfnisse süchtiger Menschen. Das Ansteigen der Zahl Drogenabhängiger in unserer Gesellschaft stellt auch die Schulen vor immer neue Herausforderungen. Die drogenfreie Schule gibt es nicht. Eine Zigarette auf dem Heimweg, das Bier am Schulfest gehören beinahe zum normalen Schulalltag, und jeder vierte bundesdeutsche Jugendliche zwischen 14 und 25 Jahren hat Erfahrungen mit Haschisch gemacht. Die Gefahr der Abhängigkeit wird umso größer, je jünger die Kinder in den Konsum einsteigen.

Vorbeugung ist also angebracht. Dem trägt auch die Installation von Beauftragten für die Prävention an unseren Schulen Rechnung. Seit mehr als 15 Jahren haben diese auch am KEG ihren festen Platz. Die Kontaktlehrerinnen am KEG sind Nicole Billinger und Ursula Grän.

Bereiche

„Alkohol – Nikotin - Essstörungen – Internetmobbing“ Diese Schlagworte spielen zwar wohl hauptsächlich im privaten Umfeld der Schüler eine Rolle, nichtsdestotrotz ist es auch die Aufgabe der Schule, die ihnen anvertrauten Jugendlichen in diese genannten Richtungen präventiv zu prägen. Dem KEG Amorbach liegt es daher neben dem Unterricht sehr am Herzen, die Schüler auch persönlich zu fördern und zu stärken. So wurden in den letzten 10 Jahren nach und nach Projekte fest etabliert, mit welchen sich die Schüler  bestimmten Thematiken annähern: das interaktive Theaterstück „Hau ab“, eine Annäherung an den Umgang mit Fremden, die Teilnahme von Klassen am Nichtraucher-Wettbewerb be smart don`t start, die Theaterstücke LIMIT und VerDUENNisiert zu den Themen Komasaufen bzw. Essstörungen, der regelmäßige Besuch der Anonymen Alkoholiker, die Aids-Ausstellung seien hier nur exemplarisch genannt.

Zum Teil sind die verankerten Projekte rezeptiv, größtenteils jedoch wird darauf geachtet, interaktive Maßnahmen auszuwählen. Weiterhin ist es uns ein Anliegen, die brennenden Themen passend und altersgerecht über alle Jahrgangsstufen zu verteilen.

Insgesamt ist so ein Katalog an Angeboten quer durch alle Bereiche der Prävention entstanden, mit welchem die Schüler im Laufe ihrer Karriere – zum Teil mehrmals, modifiziert und dem Alter jeweils angemessen -  am KEG in Kontakt kommen.

Partner

Die beiden Präventionsbeauftragten unserer Schule legen auch Wert darauf, fähige externe Partner zu gewinnen, die einerseits weitere Anfahrtswege in Kauf nehmen, andererseits aber auch in unserer Region verwurzelt sind. Diese Kontakte sind beispielsweise das Landratsamt Miltenberg in Person des Präventionsbeauftragten Herrn Steger, das Bamberger Theater Chapeau claque oder die Schauspielerin Marie-Luise Gunst aus Berlin. Diese Kontakte haben sich inzwischen vertieft und machen eine vertraute und dauerhafte Zusammenarbeit möglich.

Daneben engagieren sich auchLehrer aus dem Kollegium für den Bereich der Suchtprävention. So existiert z.B. seit 2011 das Projekt Netzgänger, in dem den Unterstufenschülern die Gefahren sowie der sichere Umgang im Internet aufgezeigt wird.

Alles in allem ist es am Gymnasium in Amorbach gelungen, im Bereich Suchtprävention nicht nur den Unterrichtsstoff zu vermitteln, sondern unsere Schüler auch im Rahmen des Schullebens persönlich zu prägen.

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