Bildungs- und Erziehungspartnerschaft

Konzept zur Elternarbeit

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        Karl-Ernst-Gymnasium Amorbach     

   Naturwissenschaftlich-technologisches

                       und Sprachliches Gymnasium

 mint-ecSPLASCH2 farbig Schriftzug  I.S.I.Netzwerk

Leitsätze

Jede Elternarbeit soll beim Kind ankommen und seine schulische und persönliche Entwicklung fördern helfen.

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Lehrer und Eltern streben eine Erziehungspartnerschaft auf Augenhöhe an mit der beiderseitigen Akzeptanz der jeweiligen Kompetenzen und Aufgabenbereiche und mit dem Ziel der gegenseitigen Unterstützung.

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Gegenseitiger Respekt und ein Klima des Willkommenseins sind dafür von besonderer Bedeutung.

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Der Aufwand für einzelne Aktivitäten der Elternarbeit muss in einem angemessenen Verhältnis zum Mehrwert stehen.

SCHULSPEZIFISCHE GEGEBENHEITEN

Das Karl-Ernst-Gymnasium Amorbach ist ein naturwissenschaftlich-technologisches und sprachliches Gymnasium mit vielfältigen Möglichkeiten zur Profilierung im MINT-Bereich oder in den sprachlichen Fächern. Ein besonderes zusätzliches Anliegen unserer fachkompetenten und verantwortungsbewussten Lehrkräfte ist die Präventionsarbeit und die Förderung der Persönlichkeitsentwicklung der uns anvertrauten Kinder. Das traditionell gute Schulklima am Karl-Ernst-Gymnasium schafft dafür den richtigen Rahmen und soll allen Mitgliedern der Schulgemeinschaft das Gefühl vermitteln, am KEG gut aufgehoben zu sein.

Das pädagogische Konzept des Gymnasiums zielt ganz bewusst auf eine ganzheitliche Bildung ab. Das bedeutet, dass es neben der reinen Wissensvermittlung im Fachunter-richt zahlreiche Zusatzangebote gibt, wie z. B.

  • die Möglichkeit zur individuellen Profilbildung – sprachlich oder naturwissen-schaftlich - durch Wahlangebote bereits ab der 5. Klasse
  • Persönlichkeitsstärkung und Präventionsarbeit durch ein aufeinander aufbauendes Programm, ebenfalls ab der 5. Jahrgangsstufe fortlaufend
  • Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern wie Betrieben der Region, speziell im MINT-Bereich (SANTO-Junior), seit dem Schuljahr 2014/15 auch im kaufmänni-schen Bereich (SAMBA) und ab dem Schuljahr 2015/16 im sozialen Bereich (SAMS)
  • Kooperationen mit der Universität Würzburg und der FH Aschaffenburg
  • Theater- und Museumsfahrten
  • Exkursionen zu Schülerlaboren
  • sowie ein vielseitiges Angebot an Wahlkursen aus allen Bereichen (Schulspiel, Instrumentalunterricht, Chor, Schulband, künstlerisches Gestalten, Fremdsprachen-theater, Schüleraustauschangebote u.v.m.)

Das KEG gehört mit ca. 580 Schülerinnen und Schülern zu den kleineren Gymnasien Bayerns. Die Größe der Schule, die ein familiäres Klima begünstigt, ist auch ein entscheidender Faktor für die Elternarbeit an unserer Schule.

Seit Jahren kann die Schule auf einen Elternbeirat bauen, der in hohem Maße bereit ist, sich für die Interessen der Schule einzusetzen und sie zu unterstützen. Deshalb ist die Einbindung des Elternbeirats in Fragen der Schulentwicklung eine Selbstverständlichkeit.

ZIELE UND MASSNAHMEN ZUR UMSETZUNG

EINER DIFFERENZIERTEN ELTERNARBEIT

1. Qualitätsbereich Gemeinschaft

Ziele

Alle Schüler, Lehrer und Eltern fühlen sich an der Schule willkommen und wertgeschätzt.Eltern, Lehrer und Schüler tragen gemeinsam zur Gestaltung der Schule als Lebensraum bei und stärken so die Identifikation mit der Schule.

Maßnahmen

Informationen zur Schule

  • Informationsabend für die zukünftigen Fünftklässler und Schüler der Einführungs-klasse und ihre Eltern
  • Begrüßungsmappe mit Schul-ABC
  • Infoflyer
  • Tag der offenen Tür
  • Lehrerübersicht mit Bild im Eingangsbereich der Schule

Informelle Kontakte - Schule als Lebensraum

  • gemeinsames Sommerfest/ Schulfest
  • Prunksitzung der Q12
  • Konzerte
  • Weihnachtsbasar
  • Regelmäßige Beteiligung des Elternbeirats bei Schulveranstaltungen
  • Corporate Identity durch Schulkollektion (Kleidung und Accessoires), Tassen mit Schullogo
  • Lineal mit Schullogo für die zukünftigen Fünftklässler

Anmerkungen und Ausblick

Durch die zahlreichen gemeinsamen Veranstaltungen ist eine regelmäßige, lockere und vor allem problemunabhängige Begegnung zwischen Lehrern und Eltern möglich, so dass dieser Bereich durchwegs sehr positiv wahrgenommen wird.

Handlungsbedarf wird jedoch in der Hinsicht gesehen, dass sowohl bei Lehrern wie bei Eltern eine breitere Beteiligung und damit Akzeptanz geschaffen werden sollte. Mittelfristig ist eine ansprechendere Gestaltung des Eingangsbereichs anzustreben, um eventuelle Wartezeiten von Besucherinnen und Besuchern der Schule angenehmer zu gestalten (Sitzgruppe mit der Möglichkeit zum Kaffee trinken). Ferner wird die Notwendigkeit gesehen, die Möglichkeiten für ungestörte Gespräche zwischen Eltern und Lehrern zu optimieren. Hierzu sollen eventuell kaum genutzte Räume in Elternsprechzimmer umgewandelt werden.

2. Qualitätsbereich Kommunikation

Ziele

Die Kontaktaufnahme zwischen Lehrern und Eltern soll erleichtert werden, so dass der beidseitige Austausch zur Sicherung des schulischen Erfolgs des Kindes beitragen kann.

Maßnahmen

Informationen zur Schule

  • Elternbriefe, ergänzt durch eine Rubrik "Neues aus dem Elternbeirat"
  • Regelmäßig aktualisierte Homepage
  • Einführung von ESIS zum Schuljahr 2015/16, d.h. Einrichtung eines E-Mail-Verteilers für Eltern
  • Informationsveranstaltungen und Elternabende für bestimmte Jahrgangsstufen und zu einzelnen Themen
  • "Eltern treffen Eltern" - Gespräch zwischen Eltern der Sechstklässler und der Fünftklässler am ersten Schultag

Austausch und Beratung

  • wöchentliche Sprechstunde der Lehrkräfte, die bei Bedarf nach Absprache auch flexibel gehandhabt wird
  • Telefonsprechstunde
  • Elternsprechtage
  • Beratungsangebote des Schulpsychologen und der Beratungslehrkraft
  • Zwischenbilanz zum Halbjahr für die 5. Klassen

Anmerkungen und Ausblick

Das traditionelle Repertoire an Kontakt- und Austauschmöglichkeiten ist an der Schule fest etabliert.

Die Ist-Analyse ergab jedoch, dass hier noch Handlungsbedarf besteht, zum einen, um die Kontaktaufnahme zu vereinfachen, zum anderen, um die Gespräche effizienter zu gestalten.

Die traditionelle Form des Elternsprechtages stößt durch die relativ kurze Taktung der Sprechzeiten an ihre Kapazitätsgrenzen. Es ist zwar nicht daran gedacht, ihn aufzugeben, sondern vielmehr, ihn durch andere Formen des Austausches zu ergänzen.

Zur Erleichterung der Kontaktaufnahme mit Eltern wird geprüft, ob eine Aufnahme der E-Mail-Adresse der Eltern im Schülerakt möglich ist.

Zudem soll eine schulspezifische Plattform (ESIS) aufgebaut werden, um mittels eines Kontaktformulars auf der Homepage die Kontaktaufnahme mit Lehrkräften zwecks Terminabsprachen u. ä. zu erleichtern.

3. Qualitätsbereich Kooperation

  Ziele

„No child left behind“. Der Einzelne soll in der Vielzahl der Schüler nicht untergehen, gerade (in irgendeiner Form) benachteiligte Schüler sollen optimale Unterstützung erhalten.

Maßnahmen

  • Beratungsangebote des Schulpsychologen und der Beratungslehrkraft sowie der pädagogischen Betreuer und Verbindungslehrkräfte
  • Aktive Unterstützung der Schülerinnen und Schüler zur Teilnahme am Girls´ and Boys´ Day
  • Individuelle Förderangebote/ Team-Gespräche
  • Vermittlung von Nachhilfeangeboten mit Kontakt zum Fachlehrer
  • Coaching-Sprechstunde
  • Eltern-Schüler-Stammtisch im Rahmen des Austausch-Programms

Anmerkungen und Ausblick

Die Ist-Analyse ergab, dass das bestehende Angebot insgesamt positiv bewertet wird. Bedarf besteht jedoch an häufigeren Terminangeboten seitens des Schulpsychologen. Da dies jedoch nicht im Einflussbereich der Schule liegt, ist daran gedacht eine Sammlung bewährter "positiver Adressen zur Hilfe" anzulegen, die bei Bedarf von der Beratungslehrkraft an Eltern weitergegeben werden kann, um so qualifizierte außerschulische Beratungsangebote zu vermitteln.

Um die Kooperation bei der heimbasierten Elternarbeit zu verbessern, sollen schulartübergreifende Elternbildungsmaßnahmen durchgeführt werden. Durch Vorträge externer Referenten ("Pädagogisches Kolloquium", zwei pro Schuljahr), die sich an Lehrer und Eltern gleichermaßen richten, wird ein Beitrag zur Unterstützung der häuslichen Erziehung geleistet. Seitens des Elternbeirats soll durch eine Umfrage ermittelt werden, welche Themen bzw. Problemstellungen für Eltern von besonderer Bedeutung sind.

4. Qualitätsbereich Mitsprache

Ziele

Eltern, Lehrer und Schüler tragen gemeinsam zur Weiterentwicklung des Schulprofils bei.

Elternarbeit soll über den Elternbeirat hinaus auf eine breitere Basis gestellt werden.

Die gemeinsame Weiterentwicklung des Schulprofils findet unter Beteiligung der gesamten Schulfamilie (Schüler, Lehrer, Eltern) statt.

Maßnahmen

  • Einsatz von Eltern als Experten (z. B. im Rahmen der Berufs- und Studienorientierung)
  • Klassenelternsprecher in allen Klassen und Jahrgangsstufen, Elternstammtische
  • Evaluation der Elternarbeit
  • regelmäßige Gespräche zwischen Schulleiterin und Elternbeiratsvorsitzender
  • Einladung des Elternbeirats zum allgemeinen Teil der Lehrerkonferenz
  • Erstellung einer Übersicht "Aufgaben der Klassenelternsprecher"
  • Mitarbeit der Eltern im Schulentwicklungsteam
  • Zusammenarbeit im Schulforum

Anmerkungen und Ausblick

Im Bereich der Mitsprache wird eine hohe Zufriedenheit aufgrund der starken Beteiligung der Elternschaft festgestellt. Jedoch besteht im Bereich der individuellen Elternmit-bestimmung noch Verbesserungspotential.

Der Elternbeirat diskutiert die Einrichtung eines "Talente-Pools", in dem Eltern ihre Kompetenzen und Erfahrungen auf einer Onlineplattform zur Bereicherung des Schullebens anbieten.

QUALITÄTSSICHERUNG

Die bisherige Elternarbeit am Karl-Ernst-Gymnasium wurde durch die Analyse des schulinternen Arbeitskreises unter Einbeziehung von Mitgliedern des Elternbeirats evaluiert. Die Evaluation bestätigte die anfängliche Einschätzung des Arbeitskreises hinsichtlich des Ist-Zustands weitestgehend.

Zur langfristigen Qualitätssicherung und -optimierung der Elternarbeit findet auf Basis des Konzepts eine regelmäßige Evaluation (Zwei-Jahres-Rhythmus) mittels Fragebögen statt. Persönliche Rückmeldungen und Erfahrungen von Eltern, Lehrern und Schülern werden bei der Fortschreibung des Konzepts berücksichtigt und eingearbeitet. Das Schulentwicklungs-team, in dem auch Elternvertreter mitarbeiten, wird im Rahmen seiner regelmäßigen Treffen die Umsetzung der einzelnen Maßnahmen begleiten und steuern.  

BETEILIGUNG DER SCHULGEMEINSCHAFT

Das schulspezifische Konzept zur Bildungs- und Erziehungspartnerschaft wurde in einer Arbeitsgruppe aus Vertretern des Elternbeirats, des Personalrats und der Schulleitung, sowie im Rahmen einer schulinternen Lehrerfortbildung, ebenfalls auch mit Beteiligung von Vertretern des Elternbeirats, entwickelt.

Elternbeirat, Lehrerkollegium und Schulforum wurden regelmäßig über den Stand des Konzeptes informiert.

 

Das vorliegende schulinterne Konzept zur Elternarbeit

wurde erstellt durch ein Team aus

 

Graphik

 

Es wurde am 19.05.2015 durch das Schulforum verabschiedet.

 

 

 

Karl-Ernst-Gymnasium, Richterstraße 1, 63916 Amorbach

Tel. 09373/97113 - www.amorgym.de

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