Kooperation mit Geo-Naturpark

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Karl-Ernst-Gymnasium

Naturwissenschaftlich-technologisches
und Sprachliches Gymnasium

                                                                             Kooperation geschn                                             

 

Nicht nur in den Schulen ist Bildung ein Thema; auch außerschulische Institutionen wie der Geo- Naturpark Odenwald, haben sich Bildung und Information als zentrale Aufgaben auf die Fahnen geschrieben. In diesem Zusammenhang fungierte der Geo-Naturpark bereits vor einigen Jahren als wichtiger und geschätzter außerschulischer Partner des KEG in einem P-Seminar. Ab dem Schuljahr 2015/16 wurde mit Unterstützung der Stadt Amorbach eine ständige Kooperation zwischen KEG und Geopark etabliert, die auch über den schulischen Rahmen hinaus wirksam wird.

Die Ziele der Kooperationspartner – Information und Bildung

Gemeinsam soll den Schülern des KEG und interessierten Bürgern der Stadt Amorbach und der Region einiges davon nähergebracht werden, was dem Team des Geo-Naturparks und der Schule im Rahmen ihres Bildungsauftrags wichtig ist:

Das sind beispielsweise

  • Umweltbildung
  • nachhaltige Regionalentwicklung
  • sanfter Tourismus
  • Erhaltung der biologischen Vielfalt 
  • Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe
  • Klimaschutz

Und selbstverständlich ist die Erhaltung und Nutzung des Naturparks, einer herausragenden großräumigen, durch vielfältige Nutzung geprägten Kulturlandschaft von insgesamt 3500 km2 ein großes Anliegen.

Der erste Schritt in diese Richtung war das „GEOWISSENSCHAFTLICHE SEMINAR“.

 

KEG auf dem Weg zur Naturpark-Schule

Gelungener Start der Zusammenarbeit mit dem Geo-Naturpark Odenwald

Schon in den letzten Jahren war der Geo-Naturpark Odenwald im Rahmen der Berufs- und Studienorientierungsmaßnahmen der Q 11 und bei P-Seminaren ein geschätzter, außerschulischer Partner des Karl-Ernst-Gymnasiums Amorbach.

Mit dem Schuljahr 2015/16 wurde mit Unterstützung des Bürgermeisters der Stadt Amorbach, Peter Schmitt, eine ständige Kooperation zwischen den beiden Einrichtungen etabliert, die über den schulischen Rahmen hinaus wirkt.

Ziele der Kooperation und ihre Umsetzung

Gemeinsam soll der Schulfamilie des KEG sowie interessierten Bürgern der Stadt Amorbach und der Region das nähergebracht werden, was dem Team des Geo-Naturparks und der Schule im Rahmen ihres Bildungsauftrags wichtig ist: Umweltbildung, nachhaltige Regionalentwicklung, Erhaltung der biologischen Vielfalt und vieles mehr.

Der erste Schritt war die Konzipierung der Gemeinschaftsveranstaltung: „Das Geowissenschaftliche Seminar am KEG“. Es findet jährlich statt, umfasst jeweils zwei Abendvorträge und eine Exkursion, die von einem Mitarbeiter des Geo-Naturparks durchgeführt werden. Das KEG stellt die Räumlich-keiten für die Vorträge, übernimmt die Einladungen und organisiert im Anschluss an die Vorträge die Möglichkeit zum Gedankenaustausch bei einem kleinen Umtrunk. Alle Veranstaltungen sind kostenlos. Zielgruppen sind sowohl Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen und der Oberstufe, als auch Lehrkräfte und Schülereltern des KEG. Interessierte Mitbürger der Region werden über die Ankündigung im Amtsblatt der Stadt Amorbach eingeladen.

Erfolgreiches erstes Seminar ExkursionBild1. 60P

Mit dem ersten Vortrag „Die dynamische Erde – Plattentektonik“ im November 2015 startete das Geowissenschaftliche Seminar unter dem Rahmenthema: „Bundsandstein-Landschaft Amorbach – vom geologischen Prozess zur Kulturlandschaft“. Circa 40 interessierte Zuhörer erlebten mit Diplom-Geologen Jochen Babist einen Referenten, der die Dynamik der Erdbewegungen in äußerst anregender Weise darstellte und dabei auch schwierige geologische Prozesse anschaulich zu vermitteln wusste. Auch in seinem zweiten Vortrag im Januar 2016 über den „Sandstein rund um Amorbach“ überzeugte Babist mit Fachkompe-tenz, Kurzweiligkeit und dem Bezug zur heimat-lichen Region. Kein Wunder also, dass die Teil-nahme an der als Abschluss geplanten Exkursion für einen Teil der Anwesenden keine Frage war. Schließlich sollten dabei die im Bild präsentier-ten, teilweise recht ungewöhnlichen Sandstein-objekte und Gesteinsformationen in der Realität zu sehen sein.                    Foto: W. Jach           

Exkursion Landnutzung und Kulturlandschaft im bayrischen Buntsandstein-Odenwald

Leider machten dann eisglatte Straßen am 23. Januar einigen Interessierten einen Strich durch die Rechnung, so dass sich schließlich nur wenige Teilnehmer, darunter auch Elternbeirat Otmar Rüger und die Geografielehrkräfte des Karl-Ernst-Gymnasiums, Heidi Jach und Dieter Külsheimer, von Babist „aus der Natur vorlesen“ ließen, was Steinbrocken und Gesteinsschichten über die Nutzung des Landes durch den Menschen aussagen.

An den unteren Hängen des Sommerbergs im Ortsbereich von Amorbach, dem ersten Ziel der Exkursion, ließen sich viele solcher „Kulturspuren“ finden, so etwa Reste von Weinbergterrassen mit Buntsandsteinmauern, die bezeugen, dass trotz des schlechten Bodens hier Weinbau betrieben wurde. 

ExkursionBild2. 60PDie steileren, höher gelegenen, heute dicht bewachsenen Hangbereiche waren früher die „Werkstätten“ der Steinmetze, wie mehr oder weniger große Buntsandsteinbrocken mit Bear-beitungsspuren zeigten; besonders beeindruckt waren die Teilnehmer von einem halb fertigen, ca. 1000 Jahre alten Steinsarg. Solche Steinsärge wurden damals aus dem Odenwald nachweis-lich bis nach Ostfriesland geliefert.

Noch weiter oben wurde Feldsandstein abgebaut, welcher in großen Blöcken abtrans-portiert werden konnte und zum Errichten von Gebäuden geeignet war. Das anstehende Gestein konnte in einem kleinen Steinbruch besichtigt werden (siehe Foto).

In der Zone im oberen flachen Hangabschnitt kurz vor der Hochfläche, wurde im Mittelalter Wald-hackwirtschaft betrieben. Man hackte die Bäume bis auf den Stumpf ab, betrieb dann zunächst Ackerbau, später Weidewirtschaft und ließ die Bäume nachwachsen, so dass man 20 Jahre später wieder Holz gewinnen konnte. Von dieser Art der Nutzung geben viele Steinhaufen Zeugnis. Sie bestehen aus Lesesteinen, d.h. Steinen, die aufgelesen und auf einen Haufen gelegt wurden, um eine steinfreie Ackerfläche zu bekommen.

Foto: D. Külsheimer

Die weiteren Aussichten – Geplante Aktivitäten

Der Grundstein zur Zusammenarbeit zwischen Schule und Naturpark wurde mit diesem Seminar gelegt; als nächstes gilt es, das Kooperationskonzept so auszugestalten, dass konkrete Projekte zu lehrplanrelevanten Themen durchgeführt werden können, die nachhaltig und wiederkehrend in den laufenden Unterricht eingebettet werden können.

Derzeit arbeiten der Schulbeauftrage des Geoparks, Dipl. Geologe Jochen Babist, Geografie-Fachbetreuerin Heidi Jach und Schulleiterin Ruth Bley vom KEG in Absprache mit Amorbachs Bürgermeister, Peter Schmitt, an den Details. Weitere Fächer sollen einbezogen werden, ebenso wie andere Mitarbeiter des Geo-Naturparks. Mögliche Themen könnten Umwelt (Biologie), Energie (Physik) und sanfter Tourismus (Geografie, Biologie) sein.

Gemeinsames Hauptziel ist es, den Schülerinnen und Schülern in der Schule, aber auch vor Ort im Naturpark neue Perspektiven der Umweltbildung zu bieten, die weit über den klassischen Schulalltag hinausgehen.

(Heidi Jach, Ruth Bley)

 

 

 

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